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Die Eigenschaften von Beleuchtungswinkel

Eine Lektion von PhotoflexLightingSchool



Beleuchtung ist ein Spiel von Winkeln – Einfallswinkel und Reflexionswinkel - es ist wie bei der Bande auf einem Billardtisch, auf die das Licht des Fotografen als weiße Kugel geschossen wird.

Ein Charakter-Porträt eines Mannes mit Halbglatze ist eine echte Herausforderung. Durch die Nutzung unterschiedlicher Beleuchtungswinkel kann man dieses Thema mit einer besonderen Lichtführung realisieren.

Dabei verbietet natürlich der Respekt vor meinem Freund und Gitarren-Guru und dem Thema des Tages „Peter Clark“ den Vergleich mit der Billardkugel und dem Queue.

Mein Name ist Craig Pulsifer und ich bin ein Berufsfotograf aus British Columbia, Kanada. Für mich ist der Trick um ein besonderes Porträt mit einer besonderen Anmutung zu machen, der, die Charakteristik des Blitzlichts so zu definieren, dass das Motiv sich von seinem gesamten Hintergrund trennt und hervorgehoben wird. Dies soll diese Lektion veranschaulichen.

(Klicken Sie auf eines der unteren Bilder, um ein grössere Ansicht zu erhalten.)

Behandelte Themen:

  • Einfallswinkel, Reflexionswinkel
  • Porträt Setups
  • Spitzlichter
  • Zusammenfassung



    Einfallswinkel, Reflexionswinkel
    Wie ich bereits erwähnte, hat Beleuchtung viel mit Winkeln zu tun. Der Einfallswinkel ist im Wesentlichen der Winkel, mit dem das Licht auf das Objekt fällt. Der Reflexionswinkel ist der Winkel, mit dem das Licht reflektiert wird oder von der Oberfläche auf das es trifft zurück geworfen wird.

    Bei ausschließlich flachen und glänzenden Oberflächen (Abb.1), ist der Einfallswinkel gleich dem Ausfallswinkel. In der Praxis entscheidet und bestimmt die Oberfläche, wie das Licht von ihr reflektiert wird oder zurück prallt. Je heller und glatter die Oberfläche ist, desto mehr wird das Licht direkt zurück geworfen. Umgekehrt ist es wenn die Oberfläche matter und rauer ist (Abb. 2), dann wird das Licht teilweise absorbiert und gestreut, mehr als das es reflektiert wird.

    Figure 3

    Also geht es bei reflektiertem Licht nicht nur um Winkel und Intensität, sondern ebenso auch um Oberflächenreflexion. Raue Oberflächen neigen dazu, Licht zu absorbieren und glatte Oberflächen reflektieren es. So ist es völlig klar, dass ein Haarlicht (Kopflicht) nur bei Haaren am besten wirkt.

    Ich habe eine schöne Mauer aus gemeißelten Steinen in meinem Studio, dies betont einerseits das Model „Peter Clark“, aber diese Ziegelwände haben auch eine Menge von vertikalen und horizontalen Linien, vor denen die aufgenommene Person schnell untergehen kann. Um das Bild zu realisieren, welches ich mir vorstelle, brauche ich ein Teleobjektiv mit großer Lichtstärke, um die Szene zu komprimieren und einen unscharfen Hintergrund zu erhalten. Für dieses Shooting benutzte ich einen 70-200mm / f 2.8 Objektiv.

    Portrait Setups
    Ein typisches Drei-Licht Porträt Setup umfasst ein Haupt- oder Key Light, eine Hintergrundbeleuchtung und ein Kopflicht um das Objekt vom Hintergrund zu trennen.

    In der Regel muss man den Hintergrund ein oder zwei Blendenstufen dunkler als das Fotoobjekt beleuchten und mit einen Kopflicht (Haarlicht) von hinten das Objekt "aus dem Hintergrund" schneiden. Dabei sollte das Kopflicht hoch montiert und hinter dem Motiv angebracht sein. Dies kann ein einfacher Blitzkopf sein mit einer gekauften oder selbstgemachten Wabe oder einem Snoot.

    Haar reflektiert Licht, dies kann andererseits auch kompliziert sein - vor allem auf bloßer Haut, weil direktes Licht Glanzlichter erzeugt, die in diesem Fall von dem eigentlichen Thema, den Gesichtszügen, ablenken können.

    Figure 4

    Eine Large MultiDome Softbox mit Grid wird als Hauptlicht verwendet, obwohl es mehr als Aufhellblitz eingesetzt wird, wegen der sehr starken und dramatischen Beleuchtung von den Seiten mit den Small HalfDome Softboxen.

    Eine altes Monolight mit Neutralfilter und Grid-Spot ausgerüstet als Hintergrundlicht. Dies ist nichts Besonderes, aber weil dieses Licht nicht zu regulieren ist, müssen alle anderen Lichtquellen relativ zu diesem älteren Blitzgerät eingestellt werden.

    Figure 5

    Spitzlichter
    Für dieses Porträt, entschied ich mich gegen ein Kopflicht, um Reflexionen auf der Oberseite von Peters Kopf zu vermeiden und stattdessen verwendete ich Spitzlichter auf beiden Seiten des Kopfes, um eine Trennung des Gesichts vom Hintergrund zu erreichen. Gleichzeitig wurden dadurch seine Gesichtszüge markanter. Anstatt mit einem nackten Blitz, der einen Hot Spot erzeugen würde, wo immer er auftreffen würde, wählte ich eine schmale Softbox, die diffuses Licht über den Kopf und die Schultern des Objekts verteilt.

    Figure 6

    Die Kleine Photoflex SoftboxHalfDome war die beste Wahl. Die Größe der kleinen HalfDome ist 34x10 cm. Sie verfügt über einen weißen Innenreflektor mit einem Innen- und einem Frontdiffusor, beide können für eine kontrastreichere Beleuchtung in Sekunden entfernt werden kann. Dazu ist auch ein abnehmbarer Stripdiffusor erhältlich - für kleinere Anwendungen – und sehr praktisch z. B. für Produkt-Shootings.

    Figure 7

    Zwei Small HalfDome Softboxen von Photoflex auf 300Ws Kompaktblitzgeräten montiert erzeugen einen schmalen Lichtstreifen rund um das Gesicht des Modells. Grids vor den Frontdiffusoren eines jeden HalfDome, richten das Licht nach vorn auf das Modell. Dies verhindert, dass Streulicht in Richtung der Kamera strahlt, welches durch Reflexionen auf den Linsen des Objektivs das Bild ruinieren würden.

    Figure 8

    Dieses Beispiel zeigt, dass bei der ersten Belichtung wichtige Details durch Überstrahlung verloren gingen. Details, die nur mit Zeit und Mühe, in Photoshop wieder zu erzeugen wären und dies letztlich nur mit Kompromissen. Es gibt zwei Lösungen für dieses Problem der Überbelichtung. Entweder nutzen Sie das „Invers-quadratische Gesetz“, indem Sie die Lichter weiter vom Objekt entfernen oder regeln einfach die Leistung jedes Lichts herunter. In diesem Fall, zog ich das Licht weiter weg, wenn ich auch im Nachhinein wünschte ich, ich hätte es nicht getan. Weil ich am Ende einige Highlights rund um den Mund verlor, die nur in intensiver Arbeit zu rekonstruieren waren.

    Figure 9

    Figure 10

    Figure 11

    Zusammenfassung
    Ich bin ein Fotograf, der davon überzeugt ist, das es besser ist, Dinge gleich richtig zu machen, als später im Kampf mit den Dateien in der Postproduktion viel Aufwand und Arbeit zu haben. Sie können zwar einige Fehler in Lightroom oder Photoshop leicht korrigieren, aber manche Dinge sind nicht leicht zu beheben. Wählen Sie Ihre Ausrüstung immer mit Bedacht und nutzen Sie sie um die Ergebnisse mit der Kamera zu erzielen, die Sie sich vor dem Shooting vorgestellt haben. Keine Sorge, Sie werden trotzdem immer noch zu viel Zeit, mit der Postproduktion verbringen, als Sie eigentlich wollen, aber zumindest werden Sie brauchbare Dateien zum Spielen haben.

    Craig Pulsifer ist ein Berufsfotograf aus British Columbia, Kanada.



      Empfohlene Links

      • Lernen Sie mehr über die Ausrüstung von Photoflex und besuchen Sie www.photoflex.com
      • Für mehr Tipps und Beleuchtungs- sowie Kameratechniken, besuchen Sie www.webphotoschool.com und schreiben sich für die Mitglieder-Schulungen ein.
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